Info

BfB: Wählerstimmen nach dem St. Florian-Prinzip

Nicht nur die Afd fischt am rechten rand

BfBwehrtsichAls Gast bei einer BfB Sitzung am 11. August 2015 zum Thema Aufnahme von 600 Flüchtlingen in Bensheim, wunderte ich mich schon über offene rassistische Vorurteile mehrerer Teilnehmer. Sie taten dies bevor die geflüchteten Menschen überhaupt in Bensheim angekommen waren. So wurde bereits an diesem Sommerabend von bevorstehenden Vergewaltigungen gesprochen. Nachdem dieser Hetze kein Einhalt geboten wurde, habe ich die Veranstaltung verlassen.
Aber nun zum aktuellen Streitthema der BfB, nämlich dem der Flüchtlingsunterkünfte im Gebiet „An den Stadtwiesen“ im Bensheimer Westen

. Ich habe mir das Baugebiet für Flüchtlingswohnungen an der Schwanheimer/Zeppelinstraße angeschaut und meine, dass es so ist, wie es der Bergsträßer Anzeiger beschrieben hat. Die Lage ist nicht optimal, aber es muss dringend gehandelt werden. Es ist zu deshalb zu begrüßen, wenn zugunsten einer Änderung des Bebauungsplans gehandelt wird.
Nun geht die BfB erneut auf 60 verärgerte Bewohner ein und macht sich zum Sprachrohr flüchtlingsfeindlicher Menschen, denen die Jacke näher ist als die Hose. Diesen Menschen, denen sich die BfB nun angenommen hat, geht es nicht um die schnelle Integration Geflüchteter. Das Problem soll nach dem St. Florian-Prinzip gelöst werden: „Steckt die Flüchtlinge hin, wo ihr wollt, aber nicht vor unsere Haustür“. Das ist der eigentliche Konflikt.
Was steckt hinter der angeblichen Angst der Anwohner? Vielleicht die Sorge, dass die Preise ihrer Häuser und Grundstücke fallen könnten? Die BfB schreibt: „Aufgrund der weltpolitischen Lage sei es wichtig, eine kommunale Politik zu betreiben, bei der die Sorgen und Ängste vor Ort ernstgenommen werden“. (Quelle Bergsträßer Anzeiger vom 24.2.2016 S. 11). Was für Sorgen und Ängste eigentlich? Die BfB beschreibt die Ängste nicht. Stattdessen macht sie das, was auch die AfD macht. Sie setzt angebliche undefinierbare Angst in die Welt und will damit Wählerstimmen am rechten Rand holen.
Die BfB könnte stattdessen, wenn sie wollte, bessere Lebensbedingungen für geflüchtete Menschen einfordern und konstruktiv an deren Umsetzung mitarbeiten. Gleichzeitig könnte sie für eine positive Stimmung in der Bevölkerung Mitverantwortung übernehmen. Genau das macht sie aber nicht. Sie will lieber Wählerstimmen: zum Artikel im Bergsträßer Anzeiger: BfB wehrt sich …

Advertisements

5 thoughts on “BfB: Wählerstimmen nach dem St. Florian-Prinzip”

  1. Hallo Günther, danke für diesen Beitrag — betreffs Wertminderung von Wohneigentum ist zu bemerken, dass ein Gewerbegebiet sowieso keine Wohnungen hat. Wird es in ein Mischgebiet umgewandelt, bestehen diese neuen Wohnungen dann sozusagen „alleine“, one eine schon zuvor vorhandene Nachbarschaft. Ich weiß allerdings nicht, ob auf der anderen Straßenseite Wohnungen sind……
    WAS SOLL MAN ÜBERHAUPT WÄHLEN ???

  2. Sehr geehrter Herr Löffler, ich möchte Ihnen vorab schon mal mitteilen, dass Ihre Einlassungen Folgen haben. Ich habe 30 Jahre in den Gewerkschaften gearbeitet und war auch im Vorstand des DGB Bensheim. Was immer Sie auch treibt mich in die rechte Ecke zu stellen und völlig haltlose und von Unkenntnis geprägte Kommentare abzugeben bleibt Ihr Geheimnis. Warum es Ihnen so wichtig ist mich u.a. als Rechte zu bezeichnen und zwar mit Tamtam bleibt auch Ihr Geheimnis. Könnte es Wahlkampf sein und Sie sind auf Stimmenfang?
    Eins bleibt: wir hören voneinander
    Angela Manteuffel
    Dipl. Soziologin
    BfB Fraktion

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s