Info

Für das Recht auf Bildung von Millionen Mädchen weltweit

Weltweit wird 62 Millionen Mädchen ihr Menschenrecht auf Bildung verwehrt

Wir wissen, dass zurzeit 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Die Medien berichten im Zusammenhang mit den flüchtenden Menschen regelmäßig darüber. Aber wer weiß, dass weltweit 62 Millionen Mädchen ihr Menschenrecht auf Bildung verwehrt wird?[1]

In den meisten armen Ländern schließen sogar weniger als 50% die Grundschule ab. Erhöht sich aber ihre Teilnahme an der Sekundarbildung um nur ein Prozent, so steigert sich das Bruttoinlandsprodukt bereits um 0,3%.[2] Die Kindersterblichkeit sinkt um 5 bis 10 Prozent mit jedem Jahr, das die Mutter länger zur Sekundarschule geht. Warum ist die Bildung von Mädchen so wichtig? Täglich verlassen Mädchen die Schule, werden früh verheiratet oder erfahren Gewalt, die sich dann später in der Ehe fortsetzt. Dies stellt nicht nur eine Verletzung der Kinderrechte dar, sondern ist auch eine Verschwendung von Potenzialen mit gravierenden globalen Konsequenzen. Mit einer qualitativen Grundbildung  haben Mädchen gute Chancen, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, ihr eigenes Leben und das ihrer Familie zu verbessern – vor allen Dingen eine menschenwürdige Arbeit aufzunehmen.

Armut basiert auf geschlechtsspezifischer Diskriminierung, Ausgrenzung und Benachteiligung. Kurz gesagt: Armut ist weiblich! Mit der Anerkennung der Genderdimension von Armut können die eigentlichen Ursachen wirtschaftlicher und sozialer Ungerechtigkeit aufgedeckt und behoben werden. Eltern entscheiden wann und wen ihre Tochter heiraten soll, ohne sie in die Entscheidung einzubeziehen. Aus diesem Grund ist das Ziel der Gleichberechtigung so wichtig. Wichtig ist, dass Regierungen, Geber- und Entwicklungspartner dafür sorgen, dass jedes Mädchen auf der Welt mindestens neun Jahre zur Schule geht. Es braucht einen Politikwechsel zugunsten benachteiligter Mädchen weltweit – sofort.

Jutta Mussong-Löffler

es gibt eine Aktion von Terre des femmes gegen Kinderheiraten, hier der Link: Bildung statt Heirat 

Quellen:

[1] Unesco: Education for All Global Monitoring Report; http://data.uis.unesco.org/?Reportld=184 /

[2] Herz, B. and Sperling, G. (2004); ´What Works in Girls´Education: Evidence and Policies from the Developing World´. Council on Foreign Relations: New York

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s