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Cumhuriyet Journalisten freisprechen

Solidarität mit Can Dündar und Erdem Gül

Unterschriftenaktion am 28. Mai in der Bensheimer Fußgängerzone

DuendarGuelFotoDer türkische Journalist und Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet, Can Dündar, soll für fünf Jahre und 10 Monate ins Gefängnis. Sein Kollege Erdem Gül für fünf Jahre. Vor der Urteilsverkündung am   6. Mai entkam Can Dündar nur knapp einem Attentatsversuch vor dem Gerichtsgebäude. Schon im Vorfeld der Verhandlungen wurden Journalisten vom türkischen Präsidenten öffentlich zu Angriffszielen erklärt.

Der Prozessverlauf war ein Skandal. Schon am ersten Verhandlungstag wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Wie ZEIT-Online am 7.5.2016 mitteilte, war der Hintergrund des Verfahrens „…ein Cumhuriyet-Bericht über angebliche Waffenlieferungen der Türkei an Extremisten in Syrien aus dem vergangenen Jahr. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte danach angekündigt, Dündar und Gül würden teuer dafür bezahlen und Anzeige gegen die beiden erstattet. Sowohl Erdogan als auch der türkische Geheimdienst MIT waren als Nebenkläger zugelassen“. (ZEIT-Online vom 7.5.2016)

Der türkische Staat liefert Waffen an islamistische Terroristen, diejenigen die diese Waffenlieferungen aufgedeckt haben, wurden nun zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt.

Krieg gegen Kurden in der Türkei

In der Türkei ist es nur noch die säkulare kurdische Bewegung, die einem totalitären Herrschaftsanspruch der AKP und Erdogan entgegenwirken kann. Ihre Zerschlagung scheint inzwischen oberste Priorität der türkischen Regierung zu sein. So nimmt schon seit Monaten das türkische Militär keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung, wenn es gegen Einheiten der PKK vorgeht. Zehntausende  Frauen, Kinder und wehrlose Menschen wurden getötet oder in die Flucht getrieben.

Verhalten der Bundesregierung

Die Bundesregierung und die Kanzlerin dürfen Präsident Erdogan nicht weiter hofieren und müssen ihre Politik gegenüber der Türkei ändern.  Es darf keine Waffenlieferungen mehr an die Türkei geben. Can Dündar, Erdem Gül und alle kritischen Journalisten brauchen internationale Unterstützung. Bundeskanzlerin Merkel darf hierzu nicht mehr länger schweigen.

Folgende Personen und Organisationen unterstützen diese Aktion:

Franz Beiwinkel Heppenheim Ute Schmitt  Heppenheim DGB Kreis Bergstraße,  Jutta Mussong-Löffler  Bensheim, DGB Bensheim, Günter Löffler Bensheim, Forum gegen Rüstungsexporte Bensheim, Lothar Bräunig Weltladen Heppenheim, Rainer Scheffler  Bensheim, Menschenrechtsinitiative Bensheim e.V.  (MIB), Ulrich Grom Bensheim, Reiner Drewelies Bensheim, Wolf Nevermann, Lautertal-Schannenbach, Grüne Liste Lautertal (GLL), Bettina Schumacher, Heppenheim, Claudia Schönherr Seeheim-Jugenheim, Jürgen Schönherr Seeheim-Jugenheim, Ulrike Reiser Lautertal, Manfred Forell Bensheim,  Reinhold Fertig Michelstadt, Birgit Rinke, Grüne Liste Bensheim, Evelyn Berg, B`90/Die Grünen Bergstraße, Ezel Iser Heppenheim, Dr. Bruno Schwarz Heppenheim/Ober-Laudenbach, Christiane Hennrich Wald-Michelbach, DIE LINKE Kreisverband Bergstraße, Anne-Elisabeth Hansen Heppeneim, Thomas Knoll DIE LINKE Viernheim Vorsitzender, Pax Christi-Gruppe Bergstraße Bartho Forchner-Thöne Bensheim, Alevitische Gemeinde Bergstrasse e.V. Hüseyin Canoğlu Vorsitzender

Bitte unterstützen Sie unsere Aktion.

Möchten Sie unsere Aktion unterstützen? Dann einfach eine Eimail an glr.loeffler@gmail.com senden (bitte vermerken Sie, ob wir Ihren Namen veröffentlichen dürfen) oder  besuchen Sie unsere Aktion am 28. Mai in Bensheim (Bürgerwehr-Brunnen) von  10-12 Uhr.


Zur Petition von Reporter ohne Grenzen: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/mitmachen/duendar-guel/

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