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Bensheim: Warum noch eine Frist für H&M

1. März 2017: Mit der Überschrift “Frist für H&M läuft bis Ende Februar“, fasste Ende Januar der Bergsträßer Anzeiger den Status der Verhandlungen mit H&M zur Ansiedlung der Filiale in Bensheim zusammen. Mal sehen wie lange es dauert, bis das Rathaus endlich eine Stellungnahme abgibt und erklärt, dass H&M nicht kommt – was gut für Bensheim ist. Wie lange wird es dauern, den längst existierenden Plan B für das Haus am Markt zu veröffentlichen. Eigentlich ist Transparenz Pflicht der Verwaltung! In Bensheim nicht, denn es gibt eben keine parlamentarische Oposition. Das ist ein Übel. Vielleicht lesen wir schon morgen im morgenweb oder im BA: H&M kommt nicht!

Neues Haus am Markt: Klientel-politik und Geldverschwendung

28. Januar: Mit der Überschrift “Frist für H&M läuft bis Ende Februar“,  fasst der Bergsträßer Anzeiger den Status der Verhandlungen mit  H&M zur Ansiedlung der Filiale in Bensheim zusammen.

Auf Nachfrage im fotohausammarktBensheimer Rathaus, erhielt der BA die Antwort: “Bis Ende Februar läuft die Frist, innerhalb derer die Projektentwickler und H&M einen wirtschaftlich tragfähigen und für die Stadtentwicklung guten Vertrag vorlegen können“.

Auf die oben genannte  Antwort aus dem Rathaus ergeben sich folgende Fragen:

Bestimmt hier H&M die Bedingungen des Vertrages? Warum nicht die Stadt Bensheim? Für wen arbeitet der Projektentwickler Stefan Beer (BGW Baubetreuung) aus Regensburg?

Herr Beer gab zur möglichen Laufzeit des Mietvertrages an, dass sich andere Anbieter auf maximal fünf Jahre einließen, H&M jedoch in der Regel für mindestens zehn Jahre. Verlängerung nicht ausgeschlossen (BA vom 28.11.2015).  Wieso hat man dies dem Mann geglaubt? Warum wurde diese  Aussage nicht überprüft? H&M wird sich in finanziellen Angelegenheiten kaum unter Druck setzen lassen. Schließlich sind solche Abläufe in den Richtlinien des Konzerns vorgegeben. Profite, die sich in einer Filiale Bensheim realisieren lassen, wurden längst ermittelt. Das gilt auch für Mietpreis und Laufzeit des Mietvertrages. Der realisierbare Profit ist das Maß aller Dinge, nicht irgendwelche Fristen der Stadt Bensheim.  Sollte Bensheim nicht auf die Bedingungen vom H&M eingehen, geht der Konzern eben in eine andere Stadt.

Die Aussage, dass die Fußgängerzone ohne H&M keine Zukunft habe, hat die Verhandlungsposition der Stadt verschlechtert.  Warum wurden Alternativen für den Marktplatz, die ja im Rathaus angeblich existieren sollen, nicht veröffentlicht? Die Vermutung liegt nahe, dass die Bensheimer Kaufleute daran kein Interesse haben.

Warum erzählt Stadtrat Sachwitz in einer Info-Veranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger am 28.11.2015, der Stadt entstehe durch das Haus am Markt jährlich ein Minus 66 000 Euro? 2016 betrug das Minus der gesamten Immobilie jedoch nur rund 46 000 Euro.

Die Tatsache, dass über viele Jahre kaum etwas in die Instandhaltung und Modernisierung des Hauses gesteckt wurde, wird von den städtischen Verantwortlichen gerne verschwiegen. Gleichzeitig wurde das Gebäude schlecht geredet.  „Wenn wir das Haus für andere Nutzer interessant machen wollen, müssten wir 300 000 bis 400 000 Euro in die Hand nehmen“, so Stadtrat Sachwitz im BA vom 28.11.2015 . Der Stadt sind 400 000 Euro für die bestehende Immobilie zu viel. Gleichzeitig ist sie bereit, mindestens 8.4 Millionen Euro für H&M und einen Gastronomen auszugeben. Damit man sich dies überhaupt leisten kann, müssen städtische  Gewerbegrundstücke im Wert von 3,4 Millionen Euro verkauft werden. Wenn dies keine Politik für ein bestimmtes Klientel sein soll, was dann?

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung der Stadt Bensheim für das neue Haus, basiert auf einer Gesamtinvestition von 8,4 Millionen Euro. Die bis jetzt aufgelaufenen Kosten für Dinge wie zum Beispiel Vorplanung, Vermessungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen, sind darin nicht enthalten.

Bei einem Eigenkapital von 40% würde sich das Haus in 20 Jahren amortisieren. Es wird keine Mietverträge mit einer Befristung auf  20 Jahre und auch nicht auf 10 Jahre geben. Die Berechnung ist wertlos.

Obwohl seit fast zehn Jahren, kaum etwas in das bestehende Gebäude investiert wurde, erfüllt es noch immer seinen Zweck. Es wird ganzjährig genutzt. Zum Beispiel von der Volkshochschule, der Musikschule, vom Historischen Tanzkreis und vom Familienzentrum. Weiterhin finden darin regelmäßige Veranstaltungen von Vereinen und Parteien statt. Es dient als Lager für Elektromaterial für die Feste in der Innenstadt. (BA vom 28.1.2017).

Dieses alte Gebäude hat eine Zukunft. Es muss erhalten und saniert werden.

BA Artikel: http://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/bensheim/frist-fur-h-m-lauft-bis-ende-februar-1.3132774

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