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Indigene Umweltschützer in Lebensgefahr

Schwerpunktthema der MenschenrechtsInitiative in 2018

 Wasserkraftwerke, Staudämme, illegaler Holzeinschlag, Kohleabbau, Landgrabbing für Monokulturen – häufig werden damit die Lebensgrundlagen insbesondere indigener Völker zerstört. „Bedrückend ist die Tatsache“, schreibt die MenschenrechtsInitiative Bergstrasse e. V. / MIB, „dass weltweit viele Umweltschützerinnen und Umweltschützer ihren Kampf für eine intakte Umwelt und gegen den Raubbau an der Natur mit dem Leben bezahlen. Allein im vergangenen Jahr wurden mindestens 200 Menschen ermordet.“

Für MIB-Sprecher Rainer Scheffler unter Berufung auf einem aktuellen Report der Menschenrechtsorganisation Global Witness „nur die Spitze des Eisbergs. Viele Morde bleiben unbeachtet, weil sie in abgelegenen, ländlichen Regionen geschehen.“ Insgesamt stünden die meisten Morde im Zusammenhang mit Bergbau, Öl oder Urwaldvernichtung. Aber auch Konflikte über landwirtschaftliche Nutzung, Zugang zum Wasser oder Wilderei würden zunehmend brutaler, so die Initiative. Allein in der Dem. Rep. Kongo wurden 2016 zwanzig Ranger von Wilderern erschossen. Besonders gefährlich jedoch seien die lateinamerikanischen Länder.
Die MenschenrechtsInitiative macht diese Thematik deshalb im kommenden Jahr zu ihrem Schwerpunkt. Eine erste öffentliche Veranstaltung wird sich im Februar mit dem Steinkohle-Abbau in Kolumbien und seinen Folgen beschäftigen. Die Steinkohle wird u. a. auch nach Deutschland exportiert.
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