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Keine Terrorgefahr bei Neckar-Castortransporten?

Infotour zum Biblis-Abbau auch in 2018

AK.W.Ende Bergstrasse und der Verein „Atomerbe Biblis“ e. V. solidarisieren sich auch weiterhin mit dem Widerstand und Protest gegen Castortransporte auf dem Neckar. Seit Juni d. J. hat der Energiekonzern EnBW vier mal hochradioaktive Brennstäbe auf dem Neckar von Obrigheim nach Neckarwestheim transportiert. „Jetzt droht weiterhin der 5. Transport, nachdem dieser vor wenigen Tagen wegen Hochwassergefahr verschoben wurde“, schreiben die beiden Bergsträsser Anti-Atom-Initiativen in einer Pressemitteilung. „Dass EnBW den Atommüll verlagert, liegt am fehlenden Zwischenlager in Obrigheim. Was der landeseigene Energiekonzern allerdings verschweigt, ist die Tatsache, dass EnBW die Genehmigung des schon 2005 für Obrigheim beantragten Zwischenlagers hätte forcieren können“, so AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler. „Das – allerdings geologisch instabile – Zwischenlager in Neckarwestheim weist indes Leerstand auf. EnBW spart also Geld – zu Lasten und auf Risiko der Bevölkerung.“

AK.W.Ende Bergstrasse und „Verein Atomerbe“ weisen auf die Tatsache hin, dass u. a. bei Weihnachtsmärkten wegen der bestehenden Terrorgefahr besondere Schutzmassnahmen ergriffen wurden. „Dieses Risiko wird offensichtlich bei den Castor-Schiffstransporten völlig ausgeblendet. Dabei sind die Castorbehälter mit hochradioaktivem Inventar auf Schiffen, die sich mit 8 km/h fortbewegen und in Schleusen still liegen, mit modernen panzerbrechenden Waffen bei einem terroristischen Angriff ein leichtes Ziel.“
Die dauerhafte Sicherheit von Zwischenlager und Castoren in Biblis wird, zumal vor dem Hintergrund eines noch völlig offenen Zeitpunktes für die Inbetriebnahme eines Endlagers, auch in 2018 bei Info-Veranstaltungen der Bergsträsser Anti-Atom-Initiativen ein zentrales Thema sein, heisst es abschliessend.
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