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Fällt da im Bergsträßer Anzeiger etwas der Zensur zum Opfer?

Der Kreis Bergstraße schummelt bei Arbeitlosenzahlen

Genauso wie die Bundesregierung fast eine Million Erwerbslose aus der Statistik schummelt, so lässt auch der Kreis Bergstraße fast 2200 Arbeitslose aus der Statistik fallen!

Außerdem  wurde folgender Text der Presseerklärung im BA nicht veröffentlicht : „Wir sind fest davon überzeugt, dass Veränderung mit Transparenz beginnen muss. Einer Transparenz die Informiert und nicht beschönigt. Es ist mehr als schade, dass innerhalb der Kreistags-SPD der erste Vorsitzende des DGB Bergstraße -Sven Wingerter- weilt und er die Unterstützung zur Forderung der LINKEN Fraktion, eigentlich ganz im Sinne der Gewerkschaft, verweigert hat. Der Antrag wurde mit zwei Für-Stimmen und wenigen Enthaltungen, insbesondere von Seiten CDU und SPD abgelehnt“. 

Hier der unzensierte Bericht:

„In Zeiten eines angeblichen Jobwunders nutzen niedrige Arbeitslosenzahlen, um der Öffentlichkeit einen gesunden Arbeitsmarkt mit Fachkräftemangel präsentieren zu können. Nach dem Motto: Die politische Richtung stimmt und ist erfolgreich“, merkt Kreistagsabgeordnete Christian Hennrich (DIE LINKE) einleitend.

„Bei genauer Betrachtung hat der Arbeitsmarkt qualitativ nur wenig positive Effekte gebracht. Niedriglöhne und die Prekarisierung von Beschäftigungsverhältnissen sind weiterhin an der Tagesordnung, sie werden bisher nicht zurückgedrängt. Die qualitativ unzureichende Erholung des Arbeitsmarktes zeigt sich auch beim Abbau der Arbeitslosigkeit. Nur ein geringer Teil der zuvor Arbeitslosen, schafft den Sprung in eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung. Die meisten müssen sich mit Teilzeit- und Minijobs begnügen. So entpuppt sich das Arbeitsmarktmirakel der vergangenen Jahre größtenteils als gigantische Umverteilungsmaschinerie. Wenn auf immer mehr Erwerbstätige pro Kopf immer weniger Arbeitsstunden entfallen, dann ist Arbeit nicht neu geschaffen, sondern nur umverteilt worden. Und so konkurrieren die Vielen Arbeitssuchenden um Jobs, die noch nicht einmal ansatzweise für alle reichen werden. Für die Wirtschaft ist so ein „Arbeitgebermarkt“ eine äußerst angenehme Sache – und das ist nun mal kein Wunder“.

Hennrich weiter: „Um die tatsächliche Situation am Arbeitsmarkt widerzuspiegeln, hatte Die Linke Fraktion zur letzten Kreistagssitzung im Dezember einen Antrag zur Thematik -Veröffentlichung der echten Arbeitslosenzahlen durch den Kreis Bergstraße- gestellt- Die Öffentlichkeit gehöre laut Linke regelmäßig über die Reale Zahl an Arbeitslosen im Kreis informiert und zwar unabhängig davon, ob jemand aktuell z.B. einen Computer- oder Sprachkurs besuche. Nicht nur, dass auch Kranke aus der Arbeitslosenstatistik rausfallen, weiter sind es viele Arbeitslose, die älter als 58 sind, auch diese erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl keine Arbeit vermittelt wurde. Und: Darüber hinaus tauchen bundesweit 134.000 nicht erwerbstätige Personen -die korrigierte sogenannte stille Reserve- in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil diese sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen“.

Schwer Zugängliche Daten

„Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss sich diese erarbeiten. Die echte Arbeitslosenzahl wird zwar nicht „verschwiegen“, sie wird nur unter dem schwer zugänglichen Begriff „Unterbeschäftigung” veröffentlicht. Das Resultat: Die echte Zahl der Menschen die keinen Job haben ist kaum bekannt. Die Medien berichten, nach politischer Vorgabe, nur über die offizielle Arbeitslosenzahl. Nicht die Bundesagentur für Arbeit ist das eigentliche Problem, diese würde selbst eine höhere Arbeitslosenzahl ausweisen, es ist die herrschende Politik die der Arbeitsagentur durch Änderungen im Sozialgesetz vorschreiben, bestimmte Gruppen von Arbeitssuchenden, wie zuvor genannt, aus der offiziellen Zahl bewusst herauszurechnen.

DIE LINKE ist nicht glücklich über die krasse Schieflage des Arbeitsmarktes, den die letzte Bundesregierung hinterlassen hat. Bundesweit müssen 1,2 Millionen Erwerbstätige ihr Einkommen mit ergänzendem Hartz IV aufstocken. Auch der DGB kritisiert die veröffentlichten Arbeitslosenzahlen, weil sie über die eigentliche Situation hinwegtäuschen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass Veränderung mit Transparenz beginnen muss. Einer Transparenz die Informiert und nicht beschönigt. Es ist mehr als schade, dass innerhalb der Kreistags-SPD der erste Vorsitzende des DGB Bergstraße -Sven Wingerter- weilt und er die Unterstützung zur Forderung der LINKEN Fraktion, eigentlich ganz im Sinne der Gewerkschaft, verweigert hat. Der Antrag wurde mit zwei Für-Stimmen und wenigen Enthaltungen, insbesondere von Seiten CDU und SPD abgelehnt“, so Christiane Hennrich abschließend.

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