Info

Textilindustrie: Rente für pakistanische Opfer

Mehr Einsatz für Arbeitsrechte gefordert

 Rund 5 Millionen US-Dollar stellt der Textildiscounter KiK für die Hinterbliebenen der Opfer einer Brandkatastrophe zur Verfügung, die am 11. September 2012 in Karatschi/Pakistan 259 Tote forderte, weil sie in einer illegal umgebauten, nicht registrierten Textilfabrik arbeiten mussten. Die Firma Ali Enterprices nähte überwiegend für den deutschen Discounter, der zum Tengelmann-Konzern gehört.
Wie die MenschenrechtsInitiative Bergstrasse e. V. / MIB, die sich seit den 1990er Jahren mit der Situation in der globalen Textilindustrie befasst, in einer Pressemitteilung schreibt, bekommenHinterbliebene jetzt eine monatliche Rente von umgerechnet etwa 55 Euro. Eine Witwe mit zwei Kindern erhält rund 96 Euro. „In diesem Fall hatte das Bundesentwicklungsministerium vermittelt. Opfervertretung sowie KiK, die Gewerkschaft IndustriALL und die internationale Arbeitsorganisation ILO hatten sich bereits vor zwei Jahren auf eine langfristige Entschädigung geeinigt“, so die Initiative. Vor diesem Hintergrund fordert die Gruppe um ihren Sprecher Rainer Scheffler bereits seit Jahren „ein deutlich verschärftes Sorgfalts- und Haftungsrecht auf Basis der Menschenrechte für deutsche Unternehmen, das auch im Ausland zu Arbeitssicherheit, besseren Arbeitsbedingungen und Anerkennung des Arbeitsrechts verpflichtet.“
Advertisements