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Kohleimport und Menschenrecht

Film- und Vortragsveranstaltung der MenschenrechtsInitiative

 Wenn 2018 die letzten deutschen Kohlenzechen geschlossen werden, steigen die Importe weiter an. Schon jetzt bezieht Deutschland die meiste Kohle aus Kolumbien, obwohl die Braun- und Steinkohlemeiler Deutschlands größtes Klimaproblem sind, schreibt die MenschenrechtsInitiative Bergstrasse e. V. / MIB in einer Veranstaltungsankündigung. In einem Filmbeitrag wird die Gruppe die Folgen des Kohleabbaus in den kolumbianischen Abbaugebieten Cesar und La Guajira ebenso thematisieren wie die vielfach rücksichtslose Vorgehensweise von Megakonzernen wie Drummond, Vale und Glencore-Prodeco. Erst im Sommer 2017 hatten die Entwicklungsorganisationen Germanwatch und Misereor in einer Studie „Globale Energiewirtschaft und Menschenrechte“ u. a. dem Energieerzeuger EnBW vorgeworfen, große Mengen Kohle vom umstrittenen Bergbau-Konzern Drummond zu beziehen. Diese Firma habe in den vergangenen Jahrzehnten paramilitärische Banden mitfinanziert, die örtliche Kritiker des Bergbaus ermordet hätten. Wie MIB-Sprecher Rainer Scheffler weiter erläutert, wird die MenschenrechtsInitiative im Rahmen ihres Info-Abends, der am Mittwoch, dem 21. Februar 2018 ab 19.30 h im Bensheimer Haus am Markt (Mehrzwecksaal) stattfindet, auch ausführlich auf die große Gefahr für Umweltschützer weltweit eingehen: Allein in 2017 wurden 197 von ihnen ermordet.
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